Hilfe bei Übelkeit

10 Tipps bei akuter Übelkeit

Egal, ob auf Reisen, nach und während einer Krankheit, bei Migräne, oder in der Schwangerschaft: akute Übelkeit und ein flauer Magen können das Leben ganz schön schwer machen! Darum möchte ich dir 10 Tipps mitgeben, die mir schon gute Dienste geleistet haben und auch dir ein wenig Hilfe geben sollten.

#1 Ingwer

Wenn du unter Übelkeit leidest, mach die gelbe Inwerknolle zu deinem besten Freund! Besonders auf Reisen habe ich eigentlich immer etwas Ingwer in meiner Tasche mit dabei! Ein paar Scheibchen mit heißem Wasser überbrühen und kurz ziehen lassen, schlückchenweise trinken. Oder für alle mutigen: auf frischer Ingwerwurzel kauen!

 

#2 Pfefferminze

Genauso können die ätherischen Öle der Pfefferminze oder Melisse helfen um deinen Magen zu beruhigen. Entweder schlückchenweise als frisch gebrühten Tee trinken, oder als reines ätherisches Öl z.B. von dōTERRA einen Tropfen direkt einnehmen.
Achtung in der Schwangerschaft und bei gleichzeitiger Einnahme von homöopathischen Mitteln!

 

#3 Bitterstoffe

„Was bitter dem Mund, ist dem Magen gesund“ sagt schon ein altes Sprichwort. Tatsächlich regen Bitterstoffe unser gesamtes Verdauungssystem an. Sie unterstützen Leber, Galle und Darm und helfen bei Blähungen und Völlegefühl. Eine besonders hohe Mengen der wertvollen Inhaltsstoffe findest du vor allem in Wildkräutern wie zB Löwenzahn oder Schafgarbe,… Diese Kräuter findest du übrigens auch in jedem Kräuterbitter. Hier ein Rezept mit dem du dir einen kleinen Vorrat ganz einfach selbst herstellen kannst.

 

#4 Übelkeit und Verdauung

Oft kommt es vor, das eine schwache Verdauung und sogenannte „verschlagene Winde“ für Übelkeit sorgen, da sie den Magen nach oben drücken und somit irritieren. Ein verdauungsfördernder Tee aus Anis, Fenchel und Kümmel schmeckt vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, mit etwas Honig sollte es aber kein Problem sein und hilf definitiv!

 

#5 Brechnuss

Auch unter den homöopathischen Mitteln gibt es einen Tipp, der mir schon sehr geholfen hat und den ich gerade gegen Schwangerschaftsübelkeit meinen Klientinnen immer wieder mitgeben: Nux Vomixa, die Brechnuss. Ich verwende in diesem Fall gerne diesen Magen Darm Komplex in praktischer Tropfenform, den du in deiner Apotheke ganz leicht bekommen solltest.

 

#6 Kreislauf

Zumindestens bei mir treten Kreislaufprobleme und Übelkeit gerne gemeinsam auf. Gerade in der warmen Jahreszeit, nach Krankheit oder bei genereller Schwäche sackt das Blut nach der Mahlzeit in den Magen-/Bauchbereich, weil es dort für den noch anstrengenden Verdauungsvorgang gebraucht wird. (Gilt natürlich auch, wenn einfach nur so einmal ein wenig zu viel gegessen hast.) Einfachster und bester Tipp: Beine hochlagern!

 

# 7 Flüssigkeit

Kennst du das auch, dass du bei flauem Magen und bei Übelkeit rein gar nichts „runter bekommst“. Einerseits ein gesunder und sinnvoller Schutzmechanismus deines Körpers, dennoch ist es extrem wichtig, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen! Achte also unbedingt darauf, ausreichend zu trinken – am besten Tee oder Wasser. Gegen einen rebellierenden Magen ist auch ein Aufguss mit Käspappel oder griechischem Bergtee sehr zu sehr wohltuend!
Du kannst dir auch eine Gemüsekraftsuppe bzw. Basensuppe kochen, die du über den Tag verteilt mit etwas Miso gewürzt trinkst.
Vorteil: Versorgt dich gleichzeitig mit Vitaminen, Mineralstoffen und bringt deinen Elektrolythaushalt wieder ins Gleichgewicht.

 

#8 Leichte Kost

Belaste deine Verdauungsorgane und vor allem Magen, Leber und Galle nicht mit zusätzlicher Arbeit. Wahrscheinlich werden deine Portionen gerade am Anfang ohnehin nicht all zu groß sein. Steig aber in jedem Fall lieber auf leichte Kost mit viel gedünstetem Gemüse, Kartoffeln, Reis oder Hirse um. Verzichte auch weitgehend auf Milchprodukte, Fleisch oder zu viel Fett. Bei Gastritis ist auch gerne Congee oder Haferbrei…

 

#9 Kuzu und Umeboshi

Ein weiterer Lebensretter kommt aus der Makrobiotik. Dort wird Kuzu bei bei Gastritis, verdorbenem Magen und Übelkeit eingesetzt und hat einigen meiner Klienten sogar während der Chemotherapie sehr geholfen.
Einfach ein wenig dieses stärkehaltigen Pulvers in Wasser auflösen und vor den Mahlzeiten – idealer weise gleich am morgen auf nüchternen Magen – trinken. Wirkt wie ein natürlicher Magenschutz und bildet eine schützende Schicht um deine Schleimhäute.
Am besten wirkt jedoch die Kombination mit Umeboshi, einer Paste aus fermentierter, japanischer Pflaume. Sie macht den Darm basisch und hilf bei Übelkeit, saurem Magen, sowieso zu viel Fleisch- oder Alkoholkonsum.

 

#10 Akupressur

Ganz einfach Punkte, die deine Magen-Energie wieder ins Lot bringen sollten und die in der östlichen Medizin auch gerne einmal (vorsorglich) mit etwas Moxa behandelt werden.

Magen BO Punkt – Bereich unter dem Brustbein, Magengegend sanft mit der Hand berühren

Ma 34/36 – Hände auf die Knie legen und sanft Kreisen, besondere Achtsamkeit über den Kniescheiben

Ma41 – Fuß anwinkelnd, in der Mitte der Hautfalte zwischen den Sehnen

 

#Last but not least

Vergiss Punkt 1-10. Das meine ich ernst. Nütze diese ach so ohnmächtige Situation um ganz auf deine Urinstinkte und Körperweisheit zu vertrauen!
Es ist deine Gelegenheit dir selbst zuzuhören, was und wieviel du gerade brauchst. Hinzuspüren, worauf du wirklich Lust hast und worauf nicht. Dir ausreichend Zeit zum Rasten zu geben. Zu merken, wo du Berührung und Zuwendung brauchst.
Trust yourself. Es wird das Richtige sein!