Stress im Zyklus - Zyklus im Stress

Aktualisiert: 10. Mai


Die Gesundheit einer Frau spiegelt sich in ihrem Zyklus.


Bevor du diesen Beitrag weiter liest bitte ich dich kurz die Augen zu schließen und

Inne zu halten. Einfach zu spüren, was gerade präsent ist. Und dir die Frage zu stellen:


Was bedeutet Stress für dich? Wie nimmst du ihn war?

Welche Situationen, Menschen, Gedanken lösen Stress in dir aus?



Stress hat viele Auslöser, Gesichter und Facetten. Jeder Mensch nimmt ihn ganz anders wahr. Mich stresst beispielsweise die tickende Uhr im Raum. Ich merke, wie ich mich zuerst nur darüber ärgere, dann lässt mich dieser Gedanke nicht mehr los und irgendwie verändert sich auch meine Atmung. Dann mein Herzschlag. Dann muss ich aufstehen und sie aus dem Raum bringen, weil ich mich nicht mehr aufs Schreiben konzentrieren oder gar einen klaren Gedanken fassen kann.


Dann Atme ich durch.




Wichtig ist dabei eines zu verstehen: Das Stress in seinem Ursprung etwas positives ist. Eine klug ausgedachte Unterstüzung deines Körpers, um dich durch Gefahrensituationen zu bringen und in diesen Momenten leistungsfähiger zu machen. Er stellt dir in diesem Augenblick zusätzliche Energiereserven zur Verfügung und richtet deine Aufmerksamkeit auf ein Ziel. Heil aus der Situation zu kommen.


Unser Körper funktioniert in den meisten Bereichen noch immer genauso, wie vor tausenden von Jahren. Als unsere Vorfahren noch von wilden Tieren auf der Hut sein mussten. Heute werden müssen aber nicht mehr vor Gefahren um unser Leben rennen, sondern sitzen beispielsweise vor dem Computer und sind durch die Flut an eintreffenden Mails, Signations von Whatsapp & Co, Anrufen, Multitasking und Terminen völlig gestresst.

Auch dann kann dir ein kleiner Adrenalin-Kick zwar noch dienlich sein, um dich klarer denken und Entscheidungen schneller treffen zu lassen.



Der Haken dabei: wir bleiben in diesem Modus hängen.


Der Moment in dem der Körper wieder runter fährt, vom Stress der Anspannung (Sympathikus) wieder in die Entspannung (Parasympatikus) findet, kommt meistens nicht. Wir schütteln die Anspannung nicht ab wie Tiere. Wir ruhen uns nicht mehr WIRKLICH aus.

Dieser Zustand hört in den meisten Fällen nie auf, denn der "böse" Stress ist noch dazu nicht unbedingt die Todo Liste in der Arbeit.

Auch wenn es lange dauert, es ist möglich irgendwann ein Häkchen unter all die Aufgaben zu setzen. Emotionaler Stress und Belastungen lassen sich im Gegenteil dazu nicht so einfach abschalten, abarbeiten und sind dann auch in der vermeintlichen Erholungszeit präsent:

die lärmenden Nachbarn, die laute Straße, die tickende Uhr, die Socken der Kinder am Fußboden, der fehlende Schlaf, der Streit mit dem Partner, die nörgelnden Eltern, schwankender Blutzucker, die Umweltgifte, das Handy, das WLAN und die Bildschirmarbeit... um nur ein Bild zu zeichnen.


Wenn dein Körper dann immer mehr und mehr Stresshormone produzieren muss, um dich bei deinem täglichen Überlebenskampf zu unterstützen, landen wir in einer Stressspirale.




(Hormonelle) Störungen sind

IMMER stressbedingt




Du kannst dir vorstellen, dein Körper in Stressmoment nur EIN Ziel hat: dich durch das aktivieren des Sympathikus da lebendig wieder raus zu bringen. Er schüttet Hormone aus die das ermöglichen und alles andere blockieren. Er kümmert sich deswegen bestimmt nicht um so etwas wie (eine gut funktionierende) Verdauung oder Fortpflanzung. Dort wird als erstes eingespart.

Wenn du also Probleme mit deinem Zyklus hast, könnte das ein wichtiger Hinweis sein, dass dieses Thema für dich relevant ist!


Ich kann dir nicht sagen, wieviele Klientinnen in meine Praxis kommen und mir von Zyklusstörungen, PMS, heftigen Schmerzen, Endometriose, Zysten und Myome, Schilddrüsenunter- oder überfunktionen berichten. Und es werden erschreckend immer mehr. Auslöser oder mit ein Grund ist in den meisten Fällen - emotionaler Stress.

Ein harmonischer Zyklus (zu dem wir alle finden wollen) benötigt als Grundvoraussetzung ein hormonelles Gleichgewicht, da es ein perfekt abgestimmtes Spiel der Energien ist. Andauender Stress ist dabei der HAUPTGRUND, dass dieses Gleichwicht aus dem Lot gerät....



Nervensystem
  • Disbalance zwischen Anspannung und Entspannung

  • schlechter Schlaf und keine Erholung, bis zur völligen Erschöpfung

  • bis zur völligen Erschöpfung

  • wichtig für Leber, Niere, Schilddrüse und Nebennieren

Verhältnis von YIN und YANG
  • Auf- und Absteigende Energien, Männlich und Weiblich, Aktivität und Passivität...

  • wichtig für ausgewogene Ausschüttung von Östrogen und Progesteron

  • wichtig für Auf- und Abbau der Gebärmutter und regelmäßigen Zyklus


Verdauung
  • Stress hemmt die optimale Verdauung

  • stört oder verhindert die Aufnahme von Vitamine und Mineralien, die auch für den Zyklus wichtig sind wie Vitamin B und D, Zink, Folsäure, Eisen

  • Blähungen, Verstopfung oder Durchfall (auch im Wechselspiel)

  • Verdauungsfeuer (Agni) wird geschwächt, wichtig zum Aufbau von Blut und Substanz


Blutzuckerhaushalt
  • Blutzucker gerät durcheinander und Blutzucker-Achterbahnen bedeuten wiederum zusätzlichen Stress

  • vermeiden von Zucker, Alkohol, Kaffee und Lebensmittel, die deinen Blutzucker zu schnell ansteigen lassen

  • wichtig für Leber, Niere, Schilddrüse und Nebennieren

gesunde Libido
  • dein Körper spart im Fight or Flight Modus auch in diesem Bereich ein

  • gelebte Sexualität und "gesunder Appetit" (auch im Unterleib) sind Indikatoren für dein Stresslevel und wiederum wichtig für die Balance deiner Hormone


Immunsystem
  • nicht zuletzt wird auch dein Immunsystem hinunter gesetzt

  • Entzündliche Prozesse oder Allergien haben mehr Chance





Der Weg zurück.






An dieser Stelle noch einmal die Frage:


Was bedeutet Stress für dich?

Wie nimmst du deine momentane Situation wahr?

Welche Situationen, Menschen, Gedanken lösen Stress in dir aus?



Nimm dir einen Zettel und schreib alles auf. Und dann lass es weg. Nicht ein ein bisschen, nicht ab und zu. Ganz.

Um aus einer wahren Stressspirale heraus zu kommen solltest du einerseits so liebevoll und achtsam mit dir sein, wie du kannst. Gleichzeitig ganz klar und entschlossen, deine Grenzen zu setzten und auf dich acht zu geben. Dinge, die dir dabei sicher helfen können....



Selfcare Momente

Schaffe ganz ´bewusst Zeiten nur für dich, in denen du dich entspannen und runter kommen kannst. Das kann Shiatsu, (Selbst-) Massage, Yoga und besonders YIN Yoga, sanfte Bewegung, tanzen, malen, musizieren sein...



Achtsamkeit

Schalte bewusst einen Gang runter und werde langsamer. Sobald du mehr Achtsamkeit in die kleinen Tätigkeiten des Alltags bringst und die Welt in einem ganz neuen Licht erlebst: Essen, Spazieren gehen, Atmen, Kochen, Putzen,...



Aktion "Bitte Lächeln"

Ein heißer Tipp wenn des um das Thema Stressmanagement geht, ist sich mit dem Element HOLZ ein wenig auseinander zu setzt. Im wird unter anderem auch der Humor zugeschrieben. Eine super effektive Möglichkeit um dich aus jeder angespannten Situation zu befreien, ist es einfach ein breites Lächeln aufzusetzen - das für mindestens 3 Minuten! Du wirst sofort merken, wie sich nicht nur deine Gesichtszüge entspannen. Probier es gleich mal aus!



Routine und Schlafhygiene

Schaffe dir eine Morgen- und Abendroutine, die dir ein gutes Gerüst für den Tag geben und dich stärken. Erholung im Schlaf ist dabei essentiell und ob du es glaubst oder nicht, WLAN und Handystrahlen stöhren dies erheblich. Sie lassen deine Hypophyse im Schlaf weiter im Stressmodus laufen.



Seed Cycling

Diese Methode hat mir persönlich unglaublich geholfen, meinen Hormonhaushalt auf ganz sanfte weise wieder in Balance zu bringen. Gleichzeitig bekommst du wieder ein Gefühl für deinen Körper zurück und gibst ihm langsam wieder die richtigen Signale, wann welches Hormon an der Reihe ist. Ich habe dazu einen eigenen Blogbeitrag verfasst.



Hilfe aus der Natur

Nicht ohne Grund hat die Verbindung zur Natur eine besondere Heilkraft. Sie entspannt, nährt dich und die Farbe GRÜN bringt außerdem Hormone wieder ins Gleichgewicht. Darum so lange und so oft wie möglich raus. Barfuß gehen. Gut Atmen. Wolken beobachten.

Außerdem hält sie einen breiten Schatz an Pflanzen bereit, die dich auf die unterschiedlichste Weise unterstützen können.


Von Adaptogenen und Vitalpilzen bis hin zu allbekannte Kräuter wie beispielsweise Lavendel, Hopfen, Grüner Hafer, Hanf, Passionsblume, Johanniskraut, Zirbenholz, Sandelholz,... Auch reine ätherische Öle helfen wunderbar! Ich greife neben (selbstgepflückten) Tees gerne auf dabei gerne auf die Kräuterelixiere von betterforme zurück, die in ihrer reinsten Form sofort vom Körper verwertbar sind.


  • Zitronenmelisse beruhigend, bei Ängsten, Unruhe, Schlafproblemen, Bauch- und Kopfschmerzen, Blähungen, Kopfschmerzen

  • Johannisbeere & B12 unterstützt Nerven und Nebennieren, hilft bei Erschöpfung und Ermüdung

  • Olivenblatt stärkt Immunsystems, unterstützt die Schilddrüse, wirkt antioxidativ

  • Katzenkralle Imunsystem stärkend, bei (Pilz-) Infektionen, wirkt antiviral, unterstützt die Abwehrkäfte, bei unregelmäßiger Menstruation


Zusätzlich kann ich dir die Mischung SCHÜTZEND sehr ans Herz legen, die mit Zitronenmelisse, Katzenkralle, Olivenblatt und Süßholzwurzel quasi alle wichtigen Kräuter vereint!


Mit dem Rabattcode EINFACHSEIN bekommst du übrigens -10% auf deine Bestellung!





Conclusio mag vielleicht sein, dass Stress ein Thema ist, das uns alle betrifft und dem wir täglich ausgesetzt sind. Das einzige das du tun kannst, ist wirklich deinen Umgang damit zu verändern, damit er dich nicht im Griff hat. Gib dir Zeit aber geh es an. Besonders, wenn dein Zyklus als Spiegel deiner Gesundheit und ganz sensibles Instrument dir bereits Zeichen gibt!


Wenn du persönliche Fragen zum Thema hast, oder ich dich auf deinem Weg (hinaus) unterstützen kann, melde dich bei mir!



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