Morgenroutine Dinacharya

It’s a good day to have a good day


Das Leben passiert nicht ohne Grund in Zyklen – innerhalb deines Lebens, des Jahres, des Mondes, des Tages und deiner Menstruation. Schön ist es, sich bewusst zu machen, dass jede Phase ihre ganz besonderen Qualitäten, aber auch Bedürfnisse mit sich bringt.


Daher bedeutet im eigenen (Lebens-) Rhythmus zu sein auch, ganz bewusst auf diese Zyklen zu achten und ihnen nachzugehen. Eines ist gewiss: vor allem wir Frauen, als durch und durch zyklische Wesen profitieren noch viel mehr davon, in Verbindung mit diesen unterschiedlichen Phasen zu leben und diesen Aspekt auch als Kraftquelle und Zugang zu unserer Weiblichkeit zu sehen.


Das beginnt schon damit, auf welche Weise und mit welcher Energie du deinen Tag startest und gerade im Herbst ist das besonders wichtig: mit einer guten Routine und einem Lebensrhythmus, der dir entspricht stärkst du dein METALL-Element, die dazu gehörenden Organe Lunge und Dickdarm und damit auch dein gesamtes Immunsystem. So macht es vielleicht doppelt Sinn jetzt Achtsamkeit dorthin zu legen.

Im Ayurveda heißt dieses Morgenritual übrigens Dinacharya und nicht ohne Grund wird ihm auch dort besondere Bedeutung beigemessen: es ist ein liebevolles Ankommen bei dir selbst. Hinsehen, welche Qualität der Tag mit sich bringt und was heute an der Reihe ist. Ein Einstimmen, Ausrichten und Stärken für deinen Alltag.




ÖLZIEHEN ODER GANDHUSHA

Ich starte den Tag mit Ölziehen, wobei du einen Esslöffel Öl deiner Wahl für ca 10-15min im Mund spülst oder durch die Zähne ziehst. Das Öl anschließend bitte mit einem Taschentuch im Restmüll entsorgen, um die ausgeschiedenen Giftstoffe nicht ins Wassersystem zu bringen. Dann gut ausspülen. Ich liebe die Möglichkeit auf dieses Weise noch etwas schweigen zu können. Ohne Gespräche nur für mich zu sein. Das beeinflusst meinen Gemütszustand für den ganzen Tag. Achte bitte unbedingt auf hochwertiges, gutes Öl – zB. Leinöl von Farmgoodies!

ZÄHNEPUTZEN UND  ZUNGENSCHABEN

Mundhygiene ist in der TCM und im Ayurveda besonders wichtig, weil der Körper ganz von selbst über nacht entgiftet. Die Rückstände von Ama bzw. Feuchtigkeit, die sich über Nacht auf der Zunge und im Mundraum gebildet haben, sollen daher auch entfernt werden und nicht wieder hinuntergeschluckt werden. Nehmen dazu nach dem Zähneputzen einen Zungenschaber oder alternativ einen kleinen Löffel und schaben die Zunge von der Wurzel bis zur Spitze sanft damit ab. Für mich ist das wie die morgendliche Dusche für meine Zunge.