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Menstruation: Wer die Wahl hat...

Was wir uns alle immer wieder wünschen: Freiheit.


Die Freiheit, das zu tun, was du willst. Wann du es willst. Wie du es willst. Das Gefühl, die Wahl zu haben und zu entscheiden. Kennst du aber auch den paradoxen Moment, in dem diese Möglichkeit auf einmal zu einer Qual wird?


Warum? Weil es so vieles gibt, das wir tun oder haben können, und dann die Auswahl für das "Richtige" gleichzeitig immer schwieriger wird.

Das kannst du jetzt auf viele Bereiche deines Lebens übertragen. Mir würden da genug persönliche Beispiele einfallen. Heute möchte ich mit dir mal die Qual der Wahl beleuchten, die sich im Punkt Menstruationsprodukte aufgetan hat.


Bist du schon einmal im Drogeriemarkt gestanden und hattest keine Ahnung, was du jetzt am besten kaufen sollst?

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, in der ich meine Menstruation bekommen habe. Vielleicht liegt das bei dir noch weiter zurück, vielleicht aber auch nicht. Wir reisen also zurück rund um das magische Jahr 2000, und was da für Frauen an "ihren Tagen" angeboten wurde, unterscheidet sich in Welten von dem, woraus wir heute aussuchen können.


Neben den klassischen Tampons und Binden gibt es mittlerweile eine große Bandbreite an Produkten, die nicht mehr einzig und allein dazu da sind, dich weiterhin alles machen zu lassen, was du sonst tust. (Wir erinnern uns bestimmt an die berühmte OB-Werbung, in der wir eine junge Frau in knappen weißen Shorts beim Inline-Skaten zusehen können.)

Vielmehr sollen sie dir helfen, dich einfach wohl in deiner Haut zu fühlen und Stress zu nehmen.




Was ist das Richtige für mich?



Gute Frage und schwierige Antwort. Denn was für dich passt, kann sich für mich oder die Frau neben uns nicht gut anfühlen. Genauso würde ich einmal behaupten, dass es bei jedem Produkt PRO und CONTRA gibt.

Damit du hier einen kleinen Überblick bekommst, lass uns einmal näher auf die gängigsten Möglichkeiten hinschauen...



Binden


Eigentlich ein Klassiker, wenn es um Menstruationsprodukte geht. Einfach zu benutzen und lange Zeit erste Wahl, wenn Tampons sich nicht gut anfühlen.


Was wir uns hier – sehr realistisch betrachtet – bewusst sein müssen: Eine herkömmliche Packung Binden besteht ca. zu 90% aus Plastik.

Dadurch entsteht im Laufe eines Frauenlebens natürlich eine große Menge Müll, pro Jahr ca. 5 kg. Dazu enthalten sie in der Regel Bleich- und Giftstoffe.


Gibt es eine andere Möglichkeit? Ja! Viele meiner Klientinnen steigen hier zumindest auf ungebleichte Binden oder solche aus Stoff um, die du ganz leicht waschen kannst.





"Ich freue mich jedes Monat meine wunderschönen Stoffbinden zu verwenden!"


Tampons


Eine Revolution für uns Frauen, auch während unserer Periode ins Schwimmbad zu gehen und uns mehr Bewegungsfreiheit zu schenken. Weniger feuchtes Gefühl und manchmal unangenehmer Geruch.

Gibt es einen Haken? Leider ja!


Auch hier spielen Verpackung aber auch Gift- und Bleichstoffe mit, die durch das Einführen sogar noch besser über die sensible Vaginalschleimhaut aufgenommen werden. In Wahrheit 1:1 und gelangen dann direkt in dein System. Deine Leber und Hormone sagen schon einmal Danke für den Extraauftrag :)


Darum auch hier auf biologische Varianten ohne Bleichstoffe achten.


"Grundsätzlich mag ich die Tampons, nur gerät meine Blutung immer ins Stocken!"


Wenn du häufig über Schmerzen, vaginale Trockenheit, braunes Blut, Klumpen oder (Pilz-) Infektionen zu kämpfen hast, würde ich dir empfehlen, einmal etwas anderes auszuprobieren und zu beobachten, was sich verändert.




Menstruationstassen


Irgendwo eine Weiterentwicklung der Idee, mehr Bewegungsfreiheit und Unabhängigkeit während der Menstruation zu schaffen.

Mit diesem Produkt ist das mit Sicherheit gelungen, entspricht sie bis zu 3 Tampons. Weniger Toilettengänge und endlich kein nasser Faden mehr!


Die Tasse besteht aus medizinischem Silikon, ist damit so gut wie unzerstörbar und somit eine gute und nachhaltige Investition.

Das Blut wird hier wie in einer Art Trichter aufgefangen, und du kannst es einfach auskippen. Auch gut, um Blutfarbe, -menge und -konsistenz ins Gefühl zu bekommen.



Wie du sie am besten faltest und einführst, damit auch nichts daneben geht, braucht vielleicht etwas Geschick und Übung zu Beginn. Hast du aber den Dreh raus und DEINE Tasse gefunden, kann sie zu einer guten Begleiterin werden.


Was ich anmerken möchte: Jeder Frauenkörper ist unterschiedlich und auch jede Vagina. Es gilt hier herauszufinden, welche Marke/Größe für deine Anatomie die richtige ist.


Ich habe einige getestet und die erste von Mooncup hat bei mir tatsächlich am besten gepasst.


TIPP: Auch hier achtsam sein, wenn du zu Schmerzen oder braunem Blut neigst. Genauso, wenn du mit Spirale verhütest. Denn die Menstruationstasse funktioniert mit Unterdruck, wenn du sie also wie einen herkömmlichen Tampon einfach herausziehst, könntest du dich verletzen.




Foto: Femdisk.de

Menstruationsscheibe bzw. -disk


Viele meiner Klientinnen berichten, sie hätten nach dem anfänglichen Schock, dass DAS DA REIN soll, sehr, sehr gute Erfahrungen damit gemacht.


Sie besteht ebenso aus medizinischem Silikon, ist meiner Meinung nach etwas weicher und wird ebenso gefaltet und eingeführt.


Erhältlich in verschiedenen Größen, die bis zu 4 Tampons fassen können und bis zu 12h hält. Auch hier rate ich dir, zu Beginn geduldig mit dir zu sein, bis du das Einführen und Entleeren gut beherrschst.


Vorteil ist hier mit Sicherheit, dass sie durch eine andere Positionierung weniger Schmerzen verursachen soll und bei geübter Handhabung das Blut auch ohne Herausgeben beim Toilettengang geleert werden kann. Bis du dir damit sicher bist, einfach in der Dusche üben.




Periodenunterwäsche


Auf den ersten Blick eine simple Weiterentwicklung der Binde, auf den zweiten Blick vielleicht ein neuer Game-Changer. Weniger dick als (Stoff-)Binden lässt sie einen völlig neuen Blickwinkel auf die Periode zu. Ich kann es manchmal gar nicht glauben, wie viele bunte und schöne Modelle, wie auch Swimwear, mittlerweile am Markt sind und welches neue Selbstbewusstsein sie uns schenken können.


Normalerweise trage ich nicht wirklich Spitzenunterwäsche, bei meinen Periodenpanties habe ich mich aber bewusst dafür entschieden. Weg von einem "Ich tu alles, damit sie von außen nicht sichtbar ist und ich weiterhin alles machen kann" hin zu einem "Ich trage gerade an 'meinen Tagen' etwas Besonderes und fühle mich wohl in meiner Haut."


Sie können, je nach Saugstärke, die Blutmenge von 3-5 Tampons aufnehmen. Sind also für starke wie auch leichte Tage bestens geeignet. Du wäschst sie einfach mit der Hand kalt aus und anschließend im Wäschenetz in der Waschmaschine. Fertig!


Und nein! Kein feuchtes Gefühl. Kein unangenehmer Geruch.



"Periodenpanties sind ein Gamechanger für mich.... schmerzfreie Periode! Fühl mich wohl und sicher."

Ich habe auch hier zu Testzwecken mehrere Marken ausprobiert und möchte dir meine wirkliche Herzensempfehlung da lassen. Schau mal bei der kleinen, frauengeführten Firma KORA MIKINO vorbei.

Dort findest du von Baumwollvarianten über butterweichen Seamless und wunderschöner Spitze ganz tolle Modelle.


Mit einer Kooperation habe ich für meine Klientinnen einen Rabattcode, mit dem du um -10% dein LIeblingsstück finden kannst.







Und jetzt sollst du dich entscheiden?!



Wenn wir jetzt bei der Qual bleiben, die durch die Wahl entsteht, kann ich dir eines raten: Probiere aus.

Beobachte, wie sich Schmerzen und Blutqualität verändern, wenn du statt Tampons und Cup dem Blut mehr die Möglichkeit gibst, "frei zu fließen". Finde heraus, was am besten zu deinem Körper, deinem Lifestyle und deinen Aktivitäten passt. Meistens ist es nämlich nicht DAS EINE, sondern mehr.



"Ich liebe die Disk in Kombi mit der Unterwäsche!"

Genauso das kann ich auch bestätigen. Für mich hat sich eine Kombination aus Unterwäsche und Menstruationsdisk als mein Wohlfühlritual entwickelt.


Sollten Fragen auftauchen oder du Probleme haben, das für dich Richtige zu finden, dann melde dich gerne für ein 1:1 Zyklusgespräch. Genau dafür ist der Raum auch da :)



Viel Freude beim Experimentieren und alles Liebe!





PS: Danke an meine Klientinnen, für ihre Erfahrungsberichte und Zitate!

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