Prämenopause: Es geht los, bevor du es merkst.
Aktualisiert: 26. Aug.
Die Wechseljahre gehen mich noch gar nix an. Dafür bin ich doch viel zu jung.
Das höre ich oft, wenn ich mit Frauen Mitte 30 spreche. Verständlich, aber genau in diesem Satz steckt das Problem: Während wir uns noch für zu jung halten, hat sich unser Hormonsystem längst auf den Weg gemacht. Leise, langsam, über Jahre. Diese Phase heißt Prämenopause. Sie beginnt oft schon zwischen Mitte 30 und Mitte 40, lange bevor an Hitzewallungen oder Nachtschweiß überhaupt zu denken ist.
Was in deinem Körper wirklich passiert
In der Prämenopause häufen sich anovulatorische Zyklen – Zyklen ohne Eisprung. Und ohne Eisprung? Kein Progesteron. Der Östrogenspiegel bleibt dabei oft noch stabil, manchmal sogar hoch. Nicht die absoluten Werte kippen zuerst. Das Verhältnis der beiden zueinander verschiebt sich, still und lange bevor ein Bluttest irgendetwas anzeigt.
Genau diese Verschiebung ist auch eine der Stellschrauben hinter einem Thema, das in dieser Phase gern übersehen wird: die stille Entzündung. Östrogen wirkt entzündungshemmend, und wenn es zu schwanken beginnt, verliert der Körper einen Teil dieses Schutzes. Gelenkschmerzen, die niemand erklären kann, Schlaf, der nicht mehr erholt, Brain Fog am Nachmittag – das kann mehr sein als „Stress". Ich habe in einem eigenen Beitrag über stille Entzündung in Zyklus und Wechseljahren genauer aufgeschrieben, woran du sie erkennst und was ihr entgegenwirkt.

Ist das PMS oder schon der Wechsel?
Meistens fällt zuerst der Zyklus selbst auf. Kürzer. Unregelmäßiger. Blutungen, die stärker oder schwächer sind als sonst. PMS, das intensiver wird als in den Jahren davor.
Aus Sicht der TCM gerät in dieser Phase vor allem die Leberenergie aus dem Gleichgewicht. Reizbarkeit, Anspannung, ein Kopf, der abends nicht abschaltet: alles Zeichen, keine Charakterschwäche.
Eine Klientin Mitte 30 hat es mir letztens so beschrieben: „Ich dachte, ich werde einfach gestresster. Dabei war es mein Zyklus, der sich verändert hat, nicht ich." Genau das ist der Punkt, an dem viele Frauen ansetzen können, statt sich selbst die Schuld zu geben.
Die Geschichten, die wir übernehmen
Über die Wechseljahre kursieren Geschichten, die wir nie hinterfragt haben. Anziehungskraft und Weiblichkeit verschwinden nicht mit dem Zyklus. Gewichtszunahme ist keine automatische Folge. Und Lust geht nicht einfach verloren, nur weil ein Kalenderjahr eine Zahl mit einer Drei vorne trägt.
Was hilft, ist selten die eine Maßnahme. Ein Blick auf deinen Alltag und Gewohnheiten, Ernährung, TCM, Yoni Steaming, bei Bedarf bioidentische Hormone: die Kombination macht den Unterschied, nicht das Einzelmittel.
Was jetzt wirklich zählt
Zwei Dinge würde ich an deiner Stelle priorisieren.
Schlaf. Ein- und Durchschlafprobleme können schon in der Prämenopause beginnen, lange bevor Hitzewallungen ein Thema werden. Wer hier früh gegensteuert, hat später mehr Reserven.
Knochen und Herz-Kreislauf-System. Krafttraining, ausreichend Kalzium, Vitamin D, Omega-3, guter Schlaf. Keine der einzelnen Stellschrauben ist spektakulär. Zusammen sind sie der Fahrplan, der in den nächsten Jahrzehnten trägt.
Ein Blick über den Tellerrand
In Japan heißt die Wechseljahre konenki, zusammengesetzt aus den Zeichen für Erneuerung und Lebensphase. Kein Wort für Mangel, kein Wort für Ende. Ob Frauen dort tatsächlich weniger körperliche Beschwerden haben, ist in der Forschung umstrittener, als der Mythos glauben macht, neuere Studien finden kaum Unterschiede in der Beschwerdestärke. Gut belegt ist dagegen, wie stark die Erwartung an diese Phase das Erleben mitprägt. Wer sie als Abbau erwartet, erlebt sie anders als jemand, der sie als Übergang sieht. Kein Freifahrtschein, Beschwerden zu ignorieren, aber ein Grund, sich von der reinen Horror-Erzählung zu verabschieden.
Und jetzt?
Jetzt ist keine Reparatur nötig. Es geht darum, hinzusehen, bevor aus einem leisen Signal ein lautes Problem wird.
„Ist FEMALE ALCHEMY überhaupt schon was für mich?", hat mich kürzlich eine Frau Ende 30 gefragt. Auffällige Symptome? Keine. PMS? Fällt ihr kaum auf. Blutwerte? In der Norm.
Meine Antwort: gerade dann.
FEMALE ALCHEMY gibt dir nicht nur Werkzeuge, um Beschwerden zu lindern, wenn sie da sind. Es geht darum, das Fundament deiner Hormonbalance so aufzustellen, dass es im Idealfall gar nicht so weit kommt.
West und Ost gehen hier unterschiedlich vor. Der westliche Ansatz reagiert auf ein Symptom. Solange im Blut nichts sichtbar ist und keine massiven Beschwerden da sind, wird meistens abgewunken, dass das schon etwas mit den Wechseljahren zu tun haben könnte. Der östliche Blick setzt woanders an: Prävention, den Körper gut vorbereiten, bevor er überhaupt reagieren muss. Ein Arzt wurde in der TCM traditionell so lange bezahlt, wie sein Patient keine Symptome hatte.
Und bei genauerem Nachfragen ist ihr dann doch noch etwas aufgefallen: ihr Zyklus ist seit einiger Zeit nicht mehr der, der er einmal war.
Wenn du tiefer einsteigen willst: in FEMALE ALCHEMY gebe ich dir die konkreten Werkzeuge dafür, TCM, Ernährung, Yoni Steaming, alltagstauglich erklärt.
Ich freue mich, dich dabei zu haben!
Alles liebe,
deine Martina
PS: Mehr zu FEMALE ALCHEMY findest du hier. Und wenn dich Gelenkschmerzen, Schlafprobleme oder Erschöpfung schon länger begleiten, lies gern auch, was hinter einer stillen Entzündung stecken kann.




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